Seniors: Achtbar geschlagen

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Hanaus Footballhornissen zogen sich bei ihrem Auftritt in Bad Homburg achtbar aus der Affäre. Setzte es im Hinspiel noch eine 7:45-Klatsche, machten es die Hornets diesmal besser: Mit 0:29 verloren die Myers-Schützlinge beim frisch gebackenen Oberligameister.

„Das war eine gute Leistung. Immerhin erzielte Bad Homburg in den letzten Spielen immer mehr als sechzig Punkte – und davon sind wir deutlich entfernt“, zeigte sich dann auch Hornetspressesprecher Achim Korn nach der Partie zufrieden.

Bad Homburg erwischt einen Start nach Maß. Bereits in der ersten Minute bedient Sentinelsquarterback Tim Miscovic David Kessler in der Hanauer Endzone, und es steht 6:0 für die Sentinels.

Hanaus erster Drive entwickelt sich dagegen wenig verheißungsvoll. Jasper Small muss gleich einen harten Hit einstecken und einen Raumverlust von 8 yards hinnehmen.
Danach jedoch zeigen die Hornets, dass sie nicht unverdient auf dem zweiten Tabellenplatz stehen. Small marschiert selber zum Firstdown. Ein Small-Paß auf Alexander Höhl bringt die Hornissen näher an die Endzone der Sentinels.
Schließlich versuchen die Hornets, mit einem Fieldgoal über 35 yards den Anschlusstreffer zu erzielen. Das Ei fliegt weit, knallt aber am Ende gegen die Latte.

Die Sentinels zeigen sich weiter gut aufgelegt und erzielen durch zwei weitere Touchdowns (plus erfolgreichem Extrakick) sowie ein von Maximilian Schwarz verwandeltes 39yard-Fieldgoal die 22:0-Halbzeitführung.

Viele der über 1.000 Zuschauer (darunter 150 Hanauer Fans) erwarten im zweiten Durchgang ein Schützenfest der Kurstädter.
Doch da spielen die Hornets nicht mit. Es entwickelt sich eine abwechslungsreiche Partie auf Augenhöhe. Immer wieder stoppt Hanaus Defense den Bad Homburger Vorwärtsdrang, und der wieder gut aufgelegte Small kann die Hornets in aussichtsreiche Positionen führen: „Ein Kompliment an meine Spieler, die Bad Homburg das Leben richtig schwer gemacht haben“, lobt Hornetschef Michael Myers.

Kurz vor Spielende können die Kurstädter das Ei schließlich noch einmal in die Endzone tragen und den fälligen Extrapunkt durch Schwarz zum 29:0-Sieg verwandeln.

„Wir haben uns heute ordentlich verkauft. In der zweiten Halbzeit konnten wir Bad Homburg einen offenen Schlagabtausch liefern. Das Team hat heute mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung den Meister eindrucksvoll gefordert.
Der Sieg der Sentinels geht in Ordnung, obwohl wir zumindest einen Touchdown verdient gehabt hätten“, zieht Oberhornisse Michael Myers nach dem Bad Homburger Meisterstück eine positive Bilanz für die Hornets.

Während die Saison für die Sentinels damit beendet ist, stehen für die Brüder-Grimm-Städter im Juli noch zwei Spieltermine an:
Am Sonntag, dem 01.07.2018, geht es vor heimischem Publikum gegen die Rhein-Main-Rockets, bevor ein Wochenende später das Auswärtsspiel in Wetzler die Oberligasaison 2018 zu einem hoffentlich versöhnlichen Abschluß bringt.

Durch den Sieg der Sentinels steht der Oberligameister allerdings bereits vorzeitig fest.
„Von unserer Seite aus die besten Wünsche nach Bad Homburg zur Meisterschaft. Die Jungs haben die Liga eine komplette Spielzeit dominiert und eine „Perfect season“ hingelegt. Sie haben einen tolllen Job gemacht und sich den Titel redlich verdient“, schickt der Hornissenschwarm seine Glückwünsche an die Sentinels.

Text: Achim Korn
Fotos. BLURRED PICS

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