Hornets müssen nachsitzen

Foto: Die Hanau Hornets 2022

„Im Grunde genommen hatten wir eine Perfect Season. Halt nur anders rum“, versuchte sich Hornets-Pressesprecher Achim Korn nach der 00:41-Niederlage gegen die Fulda Saints in der Disziplin Galgenhumor.

Mit einem Doppelschlag zu Beginn des ersten Quarters zeigt Fulda, dass sie auch in Hanau den Sieg wollen. Ehe sich die Hornets besinnen, müssen sie einem 0:13-Rückstand hinterherjagen.
Hanau gelingt zwar die ein oder andere gefälligen Aktion, bringt sich aber durch unnötige Strafen allzu oft um den Lohn der Arbeit.

Immer wieder setzt Fuldas Quarterback Patrick Dendtler spielerische Akzente. Selbst unter Bedrängnis kann sich der selbstbewusst agierende Osthesse aus den brenzligsten Situationen befreien und First Downs erzielen: „Das ist ja bekannt, dass Dendtler ein Ausnahmespieler ist. Er war es, der den Unterschied gemacht hat – und es ist uns zu keinem Zeitpunkt gelungen, ihn unter Kontrolle zu kriegen“, resümiert Korn.

Bis zur Halbzeit kann Fulda einen komfortablen 00:27 Vorsprung erzielen. Bei den Hornets setzen vor allen Dingen Timo Giammarresi und Nicola Cucuzzella die Ausrufezeichen. Immer wieder legen sie mit spektakulären Läufen den Vorwärtsgang ein. „Das war eine Freude, die beiden zu sehen. Das ist etwas, an dem wir anknüpfen können“, so Korn.
Martin Richert, der den verletzten Richard Nelson auf der Quarterbackposition ersetzt, kann sich ebenfalls gute Noten verdienen: „Martin hat eine ordentliche Partie abgeliefert“, lobte dann auch Sportchef Stefan Blümler.

In der zweiten Halbzeit kommen die Verteidiger der Hornissen besser in Tritt. Der Amerikaner Kelvin Fields, Denny Fleischer, Jamar Fäth und Victor Limonta Bell verdienen sich hier die Bestnoten. „Wir haben zu lange gebraucht, um sicherer zu werden. Das war vor allen Dingen auch eine mentale Sache“, meinte Defense-Coach Sebastian Fino nach der Partie.

Hanau schließt die Punktrunde als Tabellenletzter ab und muss nun nachsitzen. Ende September / Anfang Oktober geht es für die Hollandschützlinge in das Play Down. Der Gegner ist noch ungewiss. „Entweder müssen wir nach Bürstadt oder aber nach Neuwied“, erklärt Stefan Blümler.

„Ich kann mit dem Verlauf der Saison einfach nicht zufrieden sein. Wir haben – auch wenn es die Ergebnisse nicht wiedergeben – richtige Talente im Team, um die wir von vielen beneidet werden. Wenn ich da nur an unsere „Italian-Connection“ –  bestehend aus den Giammarresi-Brüdern und Nicola Cucuzella – oder an Justin Jüngling denke – das sind alles junge, tolle und vor allem hungrige Spieler ! Dazu noch Routiniers wie Giesel, Höhl, Fleischer, Huscher, Fäth…
Das ist eigentlich eine tolle Mischung. Wir haben die Punktrunde vor allem mental vergeigt. Wenn wir in Rückstand geraten sind, haben wir den Faden verloren“, versucht Pressemann Korn eine erste verhaltene Analyse einer Saison voller Pech und Pannen.

Bei den Hornets geht es jetzt mit Volldampf auf das Play Down zu.
Gespielt wird entweder am 24./25. September oder eine Woche später. Der Gegner wird in der Partie Bürstadt gegen Neuwied am 17.9. ermittelt.
Was bereits feststeht, ist, dass die Hornets auswärts antreten müssen.

Alle Fotos mit freundlicher Genehmigung von BLURRED PICS

Bild 1:
Justin Jüngling #10 kehrt nach längerer Pause auf das Spielfeld zurück

Bild 2:
Martin Richert #4 in seiner neuen Rolle als Quarterback

Bild 3:
Flink und sprunggewaltig – Nicola Cucuzzella #31

Bild 4:
Timo Giammarresi #2 war auf Hanauer Seite einer der Aktivposten

Bild 5:
Auch Alexander Höhl #86 zeigte einige gute Aktionen

Bild 6:
Eine aufmerksame Fuldaer Defense bremst einen weiteren Hornets-Angriff

Bild 7:
Instruierte an der Sideline die Hornets-Offense – Tony Small

Bild 8 (v.l.n.r.):
Teoman Ergun Gürel #28 / Timo Giammarresi #2 / Denny Fleischer # 54 / Tilo Giammarresi #9

Bild 9:
Die Cheerleader der Hanau Hornets – heute in kleiner Besetzung