Hornets stürmen durch die Liga

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Hanaus Footballhornissen stürmen weiter durch die Liga.
Obwohl die Hornets stark ersatzgeschwächt anreisten (unter anderem fehlten Mirko Chase, Lucas Bollendorf und Pat Hedderich), konnten die Wiesbaden Phantoms dem ungeschlagenen Tabellenführer beim Derbyrückspiel nichts entgegensetzen.

In einer insgesamt einseitigen Partie legt Hanau los wie die Feuerwehr. Mit einem Touchdown-Doppelschlag durch Ugur Mersin und Roman Powell geht Hanau bereits im ersten Quarter mit 12:0 in Führung.

Im zweiten Quarter bringen die Hornets durch viele unnötige Strafen die Gastgeber immer wieder aussichtsreich in Position. Wiesbaden kann allerdings aus diesen Chancen kein Kapital schlagen und muss sich ein ums andere Mal der „Nightmare“-Defense der Hornets geschlagen geben. Auch einen Fieldgoalversuch aus 30 yards versemmeln die Landeshauptstädter.

Nun ziehen die Hornets ihr gefürchtetes Laufspiel auf. Immer wieder glänzen Ugur Mersin (in seinem bisher besten Spiel für die Hornets) und Jojo Seifert mit fulminanten Läufen.
Scheinen die Gastgeber die Laufattacken der Hornets im Griff zu haben, stellen die Gäste kurzerhand auf Passspiel um. Genau so kommt auch der 18:00-Zwischenstand zustande: Einen 30yard-Paß von Quarterback Tyrone Martinek pflückt Alexander Höhl aus der Luft und sprintet drei weitere yards in die Wiesbadener Endzone. Der Extrakick zum 19:00 wird von Phillip Staarfänger sicher verwandelt.

Den folgenden Wiesbadener Drive kann die Hornets Defense stoppen. Hanau nimmt Maß zum nächsten Drive, der von Ugur Mersin mit einem 6yard-Touchdownlauf abgeschlossen wird. Der Extrakick von Staarfänger markiert den 26:00-Halbzeitstand.

Auch in der zweiten Halbzeit ist der Punktehunger der Hornissen noch immer nicht gestillt.
Jojo Röhrig trägt den Wiesbadener Kick über 50 yards weit in die Hälfte der Phantoms zurück. Über die Stationen Seifert, Mahr und Paul steht Hanau wieder dicht vor der Wiesbadener Endzone. Mit einem beherzten Lauf zum 32:00 markiert Ugur Mersin einen lupenreinen Hattrick.
Kurz danach trägt sich Defender Michael Gossen mit seinem Safety zum 34:00 in die Punkteliste ein.

Hanau lässt es mittlerweile ruhiger angehen. Headcoach Michael Myers schickt immer mehr junge Talente aufs Feld, mit denen Hanaus Angriffsmaschinerie unbeirrt weiterrollt.
Jojo Seifert erstürmt mit einem 10yard-Lauf die Wiesbadener Endzone, und Staarfänger setzt den Extrakick zum 41:0 erfolgreich zwischen die Pfosten.
In der Offense setzt auch Anton Dudin mit fulminanten Läufen neue Akzente.

Jojo Röhrig beendet mit einer Interception einen Wiesbadener Angriff; Steffen Helbig, Kaan Ocak und Robin Jüngling zeigen sich ebenfalls hellwach und klatschen Wiesbadener Pässe ab.

Tyrone Martinek bedient Pascal Mahr noch einmal mit einem 30yard-Touchdownpass, dann setzt Phillip Staarfänger mit seinem Extrakick den Schlusspunkt unter eine denkwürdige Partie.
Die Hanau Hornets siegen in Wiesbaden mit 48:0.

„Das war heute eine richtig gute Vorstellung. Wir können in der Offense relativ befreit aufspielen, da wir uns auf unsere Defense verlassen können. Wenn bei uns einmal etwas schiefgeht, bügeln die Jungs das sofort wieder aus“, bilanzierte Offensecoach Thommy Erdmenger nach der Partie.

Knapper fiel der Kommentar von Dino Poljak aus: „8-0-0“ meinte er nur grinsend, womit er das Verhältnis von Sieg zu Unentschieden und Niederlagen meinte.

Trotz des glanzvollen Sieges sah Headcoach Michael Myers beim Spiel seiner Hornets auch Schattenseiten:
„Wir haben großartig gespielt, aber zu viele Strafen fabriziert.
Das darf uns gegen Fulda und Wetzlar nicht passieren. Wir müssen weiter aufpassen, wir sind noch nicht durch !
Heute abend wird gefeiert, aber dann bereiten wir uns auf ein schweres Spiel in Fulda vor. Alles andere hat uns derzeit nicht zu interessieren“, kommentierte der Hanauer Erfolgscoach trocken.

Text: Achim Korn
Fotos: BLURRED PICS
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